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verlagsheft2019

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Dorothea Iser

In der Corona-Zeit „Gleich hinterm Deich“

Nach Monaten (März bis September 2020) endet unser Streifzug. Wir haben über Gartenzäune, auf Höfe, in Gedankenhäuser und Gefühlswelten gesehen. Manche Türen öffneten sich wie von selbst und wir wurden gebeten, einzutreten. Meistens saßen wir uns gegenüber. Ich versuchte, Leben zu erfassen und es authentisch darzustellen. Unterstützung bekam ich von der Journalistin Kathrin Wöhler.

Niegripper, Zugezogene und Besucher erzählen über sich. Sie gewähren Einblick in Lebensgeschichten, Entwicklungen, Aufgaben, Auseinandersetzungen und Krisen. Die Ältesten sind über 90, die Jüngsten sind elf Jahre alt. Jeder hat seine eigene Sicht auf die Vergangenheit und Erwartungen an das Leben. Biografien spiegeln Zeitgeschichte wider. Nachkriegsjahre, Wendezeit. Der eine macht Karriere, der andere verliert die Arbeit.

Dr. Wilhelm Polte gehört zu den Menschen, die mit ihrem Engagement zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle waren. Zu der nachfolgenden Generation gehören unter anderem Jörg Rehbaum, Ulf Möbius und Ralf Huchel, die gerade ins Berufsleben einsteigen wollten, als sich Eigentumsverhältnisse und Berufsbilder änderten. Jeder kam auf seine Weise damit zurecht.

Sybille Franck begann 1971 als Kindergärtnerin in Niegripp und wurde Leiterin der Kita. Das war eine strukturelle Veränderung, die sie extrem herausforderte.

Zum ersten gesamtdeutschen Jahrgang, der 1989/90 eingeschult wurde, gehört Kerstin Ackmann. Nach dem Abitur studierte sie in Düsseldorf, arbeitete dort erfolgreich und gehört doch zu den Rückkehrern, weil es sie in die Heimat zurückzog.

Geschichten, die der Geschichte ihr Gesicht geben.

41 Gesprächsprotokolle und Porträtskizzen entstanden in der Zeit, in der Corona unsere Terminkalender leerfegte.

Von Kristine Ahrend sind die Aquarelle, die sie historischen Fotos nachempfunden hat. Auf dem Umschlag ist das Hochwasser von 1920 zu sehen. Das Foto war im Berliner Tagesblatt „Der Weltspiegel“ vom 29. Januar 1920 veröffentlicht worden.

Der Heimatverein, der mit dem Bildercafé und den historischen Fotos schon großes Interesse bei den Niegrippern weckte, beabsichtigte nun, auch Erinnerungen aufschreiben zu lassen. Der Fotograf Rolf Winkler war mit seiner Kamera dabei.

„Ich stieg aus und atmete tief ein. Welch ein Duft. Ich erinnerte mich. Ostsee, Kiefernwald, Sand und Natur pur … Urlaub.

Es war Liebe auf den ersten Duft oder Blick, wie man so schön sagt. Ein Dorf ganz von Wasser umgeben, viel Wald, viel Natur, viel Ursprünglichkeit. Ein Bungalow mit DDR-Charme. Ferienlagererinnerungen kamen hinzu. Das war es. Ich spürte, hier könnte ich mich wohlfühlen“, schrieb Kristin Meier, die Vorsitzende des Niegripper Heimatvereins.

   
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